B4 # Gewerbe/Industrie - Lagerhalle

Montag, 02. April 2018 -17:21 Uhr - Abschlussmeldung

Wie ja bereits ausführlich Berichtet, galt es einen Großbrand in einem Kunststoffverarbeitenden Betrieb in Stockstadt am Main, seit dem 01.04.2018 ca. 16:00 Uhr, zu bekämpfen. Ich darf Ihnen nun genau 24 Stunden später mitteilen, dass die Ersten Gefahrenabwehrmaßnahmen abgeschlossen sind. Die „kalte“ Einsatzstelle wurde heute um 16:00 Uhr, der Polizei übergeben. 

Insgesamt waren über 650 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des THW (3 Standorte), des Rettungs-/Sanitätsdienstes (7 Standorte) sowie weiterer Dienststellen im Einsatz. Die 54 eingesetzten Feuerwehren waren größtenteils aus dem Landkreis Aschaffenburg, der Stadt Aschaffenburg und dem Landkreis Miltenberg. Sonderfahrzeuge wurden aus der Stadt Würzburg, dem Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Main-Kinzig-Kreis herbeigeführt. 

Bei den sehr umfangreichen und gefährlichen Löscharbeiten, wurden insgesamt vier Feuerwehrkräfte leicht verletzt. 

Dass ein solcher Einsatz, für alle beteiligte eine massive Materialschlacht bedeutet, erklärt sich von selbst. Nun gilt es die Einsatzbereitschaft bei den Feuerwehren wieder herzustellen. Tausende Meter Schlauch müssen gewaschen, hunderte Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit gemacht werden. Tausende Liter Schaummittel müssen kurzfristig ersetzt und wieder eingelagert und hunderte Garnituren an Schutzkleidung gereinigt werden. Somit sind die Freiwilligen Feuerwehrleute, die nächsten Tage noch ausgiebig mit diesen Arbeiten beschäftigt. 

Zur Brandursache und Schadenshöhe, können wir keinerlei Angaben machen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

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Montag, 02. April 2018 - 12:16 Uhr - 3. Meldung zum Großbrand in Stockstadt

Aktuell laufen die Nachlöscharbeiten in den betroffenen Bereichen auf Hochtouren. Es befinden sich aktuell ca. 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettung-/Sanitätsdienst vor Ort. Insgesamt waren bis zum jetzigen Zeitpunkt über 600 Einsatzkräfte, verschiedener Organisationen, vor Ort. Der großen Anzahl an Einsatzkräften, zusammen mit dem vorhandenen baulichen Brandschutzmaßnahmen, ist es zu verdanken, dass große Teile der Produktionsgebäude gehalten werden konnten. Dies gestaltete sich zeitweise sehr schwierig und forderte die Frauen und Männer bis auf das letzte. Insgesamt wurden bei dem Einsatz vier Feuerwehrleute leicht verletzt, alle konnten nach einer Erstbehandlung wieder aus dem Krankenhaus (1er) bzw. direkt vor Ort (3) entlassen werden. 

Die zusätzliche Lage Stromausfall hat sich am Morgen entspannt. Die zuständigen Energieversorger konnten bei Tageslicht die betroffenen Leitungen noch mal kontrollieren und zur Stromaufschaltung wieder freigeben. Die abgerissenen Leitungen bleiben weiterhin abgeschaltet und wurden geerdet. Hier konnten jedoch Umleitungen geschaltet werden. Somit dürften alle vom Stromausfall betroffenen Haushalte, wieder mit Strom versorgt sein. Somit ist dieser Einsatzbereich beendet. 

Ebenfalls beendet ist der Bereich des ausleuchten der gesamten Einsatzstelle. Dies hatten verschiedene THW Einheiten, in zusammenarbeit mit weiteren Feuerwehren, durchgeführt. Diese Kräfte konnten nach Hause entlassen werden. 

Mehrere Förderleitungen für Löschwasser, welche durch Feuerwehrkräfte vom Main aus aufgebaut wurden, sind aktuell nicht in Betrieb, können aber jederzeit wieder aktiviert werden. 

Im Laufe des Einsatzes, wurden weitere Schadstoffmessungen im direkten Bereich der Einsatzstelle, durchgeführt. Hierbei konnten mit dem Messgeräten der Feuerwehr, keine Gefahren festgestellt werden. 

Die Einsatzleitung der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg, ist weiterhin mit den beiden UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter), abwechselnd im Einsatz. 

Alle Einsatzkräfte und Mitarbeiter der am Einsatz beteiligten Fachfirmen, werden im Feuerwehrgerätehaus Stockstadt, weiterhin durch den Verpflegungszug der Feuerwehr Landkreis Aschaffenburg, bestens versorgt. Dort im Gerätehaus wurde unter anderem die Feldküche aufgebaut, welche weiterhin noch warme Mahlzeiten zubereitet. Ebenfalls werden Kaltverpflegung und Getränke, ausgeben bzw. weiterhin vorgehalten.

Zur Einsatzdokumentation war die Pressebetreuung des Landkreises Aschaffenburg, zusammen mit zwei Pressesprechern, vor Ort. Ebenfalls kam für diese Aufgabe, die Landkreiseigene Drohne, zum Einsatz. 

Große Unterstützung ist an der Einsatzstelle schweres Gerät einer Fachfirma. Mit diesem werden Dachteile abgetragen, Betonträger entfernt, Maschinen und Brandschutt aus der Halle geräumt, nach dem diese durch Feuerwehrkräfte unter Atemschutz, abgelöscht wurden. Im Freien werden dann die Abfälle grob sortiert und mit Containerfahrzeugen auf einen Zwischenlagerplatz transportiert. 

Die gesamten Maßnahmen werden sich noch wahrscheinlich über den ganzen Tag hinziehen. Die Einsatzdauer ist weiterhin unbestimmt. Der Kräfteansatz wird sich wohl über den ganzen Tag hinweg noch auf diesem Niveau halten. 

Wir werden gegen Abend wieder neu von der Einsatzstelle berichten. 

Andreas Emge
Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

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Sonntag, 01. April 2018 - 23:56 Uhr - 2. Meldung zum Großbrand in Stockstadt

Aktuell werden vor Ort die gesamten Einsatzkräfte reduziert. Das Feuer ist unter Kontrolle die Nachlöscharbeiten wurden aufgenommen. Eine Großzahl der Einsatzkräfte wird Sukzessiv aus dem Einsatz herausgelöst. 
Einheiten welche noch vor Ort im Einsatz bleiben müssen (Wasserförderung vom Main, Ausleuchtung der gesamten Einsatzstelle, medizinische Absicherung, Einsatzleitung und weiteres) werden von frischen Kräften aus deren Standorte abgelöst bzw. ausgetauscht. 
Ebenfalls werden ständig neue Kräfte aus dem gesamten Landkreis, mit neuen/frischen Atemschutzgeräteträgern, nachgeführt. Diese Personen führen dann die sehr kräftezehrenden Nachlöscharbeiten, teilweise unter schwerem Atemschutz, durch. Um die Anzahl der benötigen Atemschutzgeräte vor Ort sicherzustellen, sind mittlerweile mehrere Abrollbehälter Atemschutz, aus verschiedenen Landkreisen, im Einsatz. Auch wurden mittlerweile mehrere Abrollbehälter Sonderlöschmittel, ebenfalls aus verschiedenen Landkreisen, vor Ort zusammengezogen. Die Nachlöscharbeiten werden auf jeden Fall, sich noch die gesamte Nacht, hinziehen. 

Weiterhin Stromausfall, auf Grund des Großbrandes, ist in großen Teilen der Stadt Alzenau (ca. 50%) sowie der Gemeinde Kahl (wohl 100%), hiervon könnten bis zu 15.000 Personen betroffen sein. Auch wird sich nach Aussage des Netzbetreibers, bis morgen früh, nichts ändern! 

Die Einsatzdauer ist weiterhin unbestimmt und wird sich mit Sicherheit noch länger hinziehen. 

Die Pressestelle vor Ort, der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg, wurde nun geschlossen. Wir werden am morgigen Tag wieder neu berichten. 

Andreas Emge

Pressesprecher der Kreisbradinspektion Aschaffenburg

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Sonntag, 01. April 2018 - 23:22 Uhr - Erstmeldung

Bei einem Großbrand in Stockstadt am Main, waren bzw. sind aktuell noch 450 Einsatzkräfte der Hilfskräfte, teilweise seit ca. 16:00 Uhr im Einsatz. In einem Kunststoffverarbeitenden Betrieb, ist aus unbekannten Gründen, ein Feuer ausgebrochen. Diesem vielen letztendlich ca. 3.000 qm Fläche eines ca. 12.000 qm großen Komplexes, aus mehreren Hallen, zum Opfer. 

Es wurden mehre Einsatzabschnitte gebildet um das Feuer in den Griff zu bekommen. Dies gestaltete sich teilweise sehr schwer, da direkt über dem Brandobjekt zwei Hochspannungsleitungen verliefen. Mindestens zwei Leitungen stürzten während den Löschversuchen, noch stromführend, zu Boden. Somit sorgten diese für zusätzliche Behinderungen an der Einsatzstelle. Aktuell ist das Feuer in Gewalt und es laufen Nachlöscharbeiten im großen Umfang. Hierzu wurden große Mengen an Schaummitteln, aus dem Landkreis und auch aus benachbarten Landkreisen an die Einsatzstelle geliefert. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann bisher, durch einen Sturz, leicht verletzt. Erschwerend kommt hinzu, dass teilweise Decken eingestürzt und einzelne Räumlichkeiten nicht begehbar sind. 

Durch die Feuerwehr wurden mittlerweile Messungen in der näheren Umgebung der Einsatzstelle durchgeführt. Hierbei konnten mit den Messgeräten der Feuerwehr keinerlei besondere Werte festgestellt werden. 

Bedingt durch den Abriss der Stromleitungen, kommt es aktuell noch zu Stromausfällen im Bereich der Stadt Alzenau sowie in Kahl am Main. Hierüber, wie auch über den Brand wurde durch das System KATWARN die Bevölkerung informiert. 

Im Einsatz befinden sich Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg und der Stadt Aschaffenburg. Sonderlöschmittel und auch weitere Einsatzkräfte sind aus den Kreisen Miltenberg, Darmstadt-Dieburg, Main-Kinzig bereits vor Ort bzw. im Anmarsch. Zur Absicherung vor Ort stehen zwei Rettungswagen und ein Notarzt bereit. 

Die Verpflegung der Einsatzkräfte findet im Gerätehaus Stockstadt statt, dort wurde durch den Verpflegungszug des Landkreises Aschaffenburg eine Verpflegungsstelle eingerichtet. 

Vor Ort sind ebenfalls Vertreter der Gemeinde (Bürgermeister) sowie vom Landkreis (Landrat) um sich entsprechend zu informieren. Ebenfalls besetzt ist die Führungsstelle im Landratsamt.  

Zur Unterstützung der Arbeiten sind mittlerweile auch externe Firmen mit schwerem Gerät vor Ort.

Die Polizei hat die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen und hat das Gebiet weiträumig abgesperrt. 

Wir werden weiter informieren. 

Gruß von der Einsatzstelle

Andreas Emge
Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

 

Quelle: www.kfv-ab.de

 


Einsatzart Brand
Alarmierung Funkmeldeempfänger Sirene
Einsatzstart 1. April 2018 16:36
Mannschaftstärke 23
Fahrzeuge ELW a.D.
TLF 16/25 a.D
HLF 20 - 1
DLK 23/12 CC GL
V-LKW
MTW
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Stockstadt a. Main
Feuerwehr Kleinostheim
Feuerwehr Hörstein
uvm.