24-Stunden-Übung

9. Mai 2019
Jugendfeuerwehr
Ein Tag wie bei der Berufsfeuerwehr für unsere Jugend

24-Stunden-Übung

Unsere diesjährige 24-Stunden-Übung fand vom Freitag den 12.04.2019 bis Samstag den 13.04.2019 statt. Gestartet hat die Übung ganz entspannt mit dem Aufbau der Feldbetten und dem anschließenden Abendessen, bei dem wir den Jahresrückblick in Bildern genossen. Danach wurden wir zum ersten Mal an dem Abend alarmiert. Es galt ein an Demenz erkranktes Rentnerpaar im Bereich der Kirche zu suchen. Demzufolge teilten wir uns auf und fanden die beiden nach kurzer Zeit. Die Frau hatte einen Schwächeanfall erlitten als wir sie antrafen, daher versorgten wir sie bis der Rettungsdienst eintraf. Nachdem wir den Einsatz erfolgreich abgearbeitet hatten, fuhren wir zurück ins Feuerwehrhaus, wo wir uns die Zeit mit Kickern, Billard und einem Spielfilm zum Thema Feuerwehr vertrieben. Wir hatten es uns gerade mit ein paar Chips gemütlich gemacht, als der nächste Alarm ertönte. Gemeldet war „Brand einer Holzhütte im Kleinostheimer Vereinsgelände“. Bei unserer Ankunft brannte die Hütte schon lichterloh, doch mit vereinten Kräften schafften wir es, die Flammen zu bekämpfen. Nach unserer Rückkehr ins Feuerwehraus war es schon ziemlich spät und die Ersten begaben sich ins Schlafgemach. Doch so ruhig sollte die Nacht nicht werden. Eine erneute Alarmierung riss alle aus ihren Träumen. Gemeldet war diesmal „Auslösung einer Brandmeldeanlage“ auf dem Gelände der Firma Heraeus, was sich aber als Fehlalarm herausstellte. Die Alarmierung wurde irrtümlicherweise durch die Zubereitung eines „Würstchen im Schlafrock“ verursacht. Erschöpft fuhren wir zurück und es dauerte nicht lange, bis wir wieder einschliefen. Doch wie auch im richtigen Feuerwehrleben, blieb uns nicht so viel Zeit zum Ausruhen. Gegen 7 Uhr morgens weckte uns die nächste Alarmierung: „Brand im ehemaligen Saunabereich des Vitamar Kleinostheims“. Nun galt es in den dichten Nebelschwaden die Saunagäste zu finden und zu evakuieren. Obwohl einige ziemlich uneinsichtig waren und sich wehrten, gelang es uns, alle in Sicherheit zu bringen. Nachdem dies geschafft war, nahmen wir unser wohlverdientes Frühstück zu uns und sammelten neue Kräfte, denn die Übung war noch lange nicht vorbei. Nach einer knappen Entspannungsphase folgte die nächste Alarmierung „ABC Einsatz auf dem Firmengelände Heraeus“.  Ein Gabelstapler war mit einem Gefahrgutbehälter kollidiert, aus dem anschließend Gase ausgetreten sind. Weit um die Unfallstelle verteilt arbeiteten wir, die Jugendfeuerwehr Kleinostheim, zusammen mit der Werkfeuerwehr Heraeus alle nötigen Aufgaben - beispielsweise das Errichten des Dekontaminationsplatzes oder das Retten verletzter Personen aus dem Gefahrenbereich - erfolgreich ab. So schafften wir es rechtzeitig zu unserem leckeren Mittagessen. Nach dem gemeinschaftlichem Aufräumen unseres Schlafzeugs wurden wir zum letzten Einsatz an diesem Tag gerufen. Als wir bei der Unfallstelle, der Firma Lithon Plus, ankamen, sahen wir sogleich das gemeldete Problem. Ein Gabelstapler ist durch die Windschutzscheibe eines Pkws eingedrungen. Es gab mehrere Verletze innerhalb und außerhalb des Autos, die es zu retten galt. Sofort nach der Befehlsgabe schwärmten die einzelnen Trupps aus, um nach und nach die Leute zu retten. Als dies geschafft war, kehrten wir ins Feuerwehrhaus zurück, um alles wieder in Ordnung zu bringen.

An dieser Stelle nochmal ein großes DANKESCHÖN an alle Firmen, die uns unterstützt haben, indem wir auf ihrem Gelände üben durften. Vielen Dank auch an alle Helfer und an unser Jugendwartteam, die uns diese spannende 24-Stunden-Übung ermöglicht haben.